-
WEIHNACHTEN UND SILVESTER
IM NEUEN THEATERVorverkauf ab 09.08.10
-
WEIHNACHTEN UND SILVESTER
IM NEUEN THEATERVorverkauf ab 09.08.10
Ladies Night
Kritiken
Herrlich durchgedrehte „Ladies Night" im Neuen Theater |
|
|
Wir werden Schtribber! – Yes, yes, yes!" Drei Jungs auf Jobsuche beschließen, es der kalifornischen Ausziehtruppe Chippendales und dem Film „Ganz oder gar nicht" gleichzutun und Stripper zu werden. Der Weg dahin ist voller Missverständnisse und Pannen und für die Besucher der ausverkauften Premiere von „Ladies Night" im Neuen Theater vor alles eines: herrlich zum Lachen. Dennoch sollte jede der „Ladies" wissen, worauf sie sich einlässt: Es ist ein absoluter Blödelstück. Witzfigur Nummer eins: Normen. Stotternder Langsam-Denker, der sich seinen Vier-Streifen-Jogger bis unter die Achseln zieht. Nummer zwei: Barry. Fan von Bruce Willis und englischem Fußball. Dritter Blödian: der chaotische Lebemann Craig. Der ist in ständiger Finanznot. Doch damit nicht genug, ein Verlierer-Trio ist noch keine „Schtribb"-Truppe. Also gecastet und zwei weitere schräge Typen dazu genommen: Wesley mit Bauarbeiter-Statue und begrenztem Intellekt – und der schwule Gavin, bei den dreien nicht ganz unbekannt: „Den kenn ich. Der hat vor zwei Wochen mein Klo gekachelt." Der Weg zum Striptease ist hart, und die Nebenhandlungen interessieren nur am Rande: |
Dass Craig kein Geld hat und Barry bald keine Frau mehr, wird immer mal kurz angerissen, dann gehts aber schnell wieder zu den nackten Tatsachen – Dessous-Horror-Show inklusive. Langweilig wirds nie, zu sympathisch sind die skurrilen Figuren, ihre entgeisterten Gesichter allein schon den Eintritt wert. Und ihre schnellen Wortwechsel bringen immer wieder Lacher: „Ich brauch weibliches Publikum! – Was du brauchst is'n Arzt!" Das Ganze in einem alten Tanzsaal eines englischen Pubs, der eher wie ein Wohnzimmer aussieht. Solls ja geben, auf der Insel. Kneipenstammgast ist Grahame. Der hat Bierdurst und Reibeisenstimme. Beste Voraussetzungen also, um die Blödeltruppe in Fußballtrainer-Manier schließlich doch noch auf die Ausziehbühne zu führen. Aufregung vor dem Finale, dann wirds zu „You Can Leave Your Hat On" heiß, bei der „Ladies Night". Selbst die Polizeimützen werden am Ende gelüftet. Bleibt zu hoffen, dass das Licht-aus-Timing immer so gut ist wie bei der Premiere. Für die Darsteller natürlich. NP 03.04.10 |
|
|
|
„Die wilden Stiere" sind im Neuen Theater los |
|
|
Pater Brown war da, und die gesamte Agentur für Arbeit war vertreten, wie Normi durch das Guckloch im Vorhang sichtlich erschüttert feststellte. Und natürlich war auch das hannoversche Publikum bei der „Wiederaufführungs-Premiere" der Erfolgskomödie „Ladies Night im Neuen Theater (nt) höchst amüsiert zugegen. Im September 2008 ging die erste Premiere über die nt-Bühne, und weil das Stück von Stephen Sinclair und Anthony McCarten so großen Erfolg und starke Nachfrage beim Publikum hatte, entschlossen sich die beiden Theaterchefs Florian Battermann und Christopher von Berlepsch zu einer Wiederaufnahme besagter Komödie. Zwei Darsteller der damaligen Aufführung sind erneut in ihren „alten" Rollen mit dabei, nämlich Oliver Geilhardt als liebenswert tollpatschiger Normi und Kay Szacknys, der als mehrfach gestresster Craig brilliert. Jan Bodinus, der 2008 und auch jetzt mit leichter Hand Regie führt, schlüpft dieses Mal auch gekonnt niedlich in die Rolle des schwulen Gavin. Außerdem geben als Neue Felix von Frantzius, Joachim Kwasny und Egon Brennecke der frechen, sexy-frivolen Komödie ihre eigene |
amüsante Note. Und was die gestressten Männer als „wilde Stiere" in ihrer neu gegründeten Männer-Striptease-Gruppe aus Verzweiflung alles anstellen, um der Arbeitslosigkeit und finanzieller Not zu begegnen, reißt das Publikum fast von den Sitzen. Die Zuschauer vergessen den ernsten Hintergrund der Story und bejubeln das turbulente Geschehen auf der Bühne und wie die verzweifelten Männer das anfangs unmöglich Scheinende möglich machen. Choreografin und Regieassistentin Julia Malkowski lässt sie zwerchfellerschütternd tanzen. Und wie die „wilden Stiere" am Schluss dastehen, ob mit oder ohne schwarze Satin-Slips, sollte sich jeder selbst ansehen. Mein Resümee: Diese 1997 unter dem Titel „Ganz oder gar nicht!" erfolgreich verfilmte Komödie wird auch im nt wieder begeisterte Zuschauer haben, und wenn das chinesische Sprichwort stimmt, dass jedes Lachen das Leben um eine Minute verlängert, dann bringt ein Besuch von „Ladies Night" im Neuen Theater an Hannovers Georgstraße garantiert ein paar Wochen Lebensverlängerung. DLZ 03.04.10 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|






